Statistik und Deportation
der jüdischen Bevölkerung aus dem Deutschen Reich

Breslau nach Theresienstadt

Abfahrtsdatum: 26.07.42, Deportierte: 1100, Ankunft: 27.07.42 (IX/1, 1100)

Die Transportbezeichnung in Theresienstadt sowie die dort registrierte Anzahl Deportierter sind in Klammern angegeben.

Der erste Transport mit älteren jüdischen Menschen aus Niederschlesien nach Theresienstadt verließ Breslau am 26.7.42. Das Datum des Abtransports ist aus den Akten der Finanzverwaltung ersichtlich [A. Konieczny, Tormersdorf Grüssau Riebnig - Obozy przejściowe dla Żydów Dolnego Śląska z lat 1941 - 1943, Wrocław 1997, S. 176]. Am folgenden Tag wurde der Eingang als Transport IX/1 in Theresienstadt registriert. Von den in der Transportliste aufgeführten 1100 Menschen hatten 1057 ihren letzten Wohnsitz im Regierungsbezirk Breslau (einschließlich der von der Kultusvereinigung Breslau verwalteten "Zweigstellen" in Grüssau, Riebnig und Tormersdorf) und 43 im Regierungsbezirk Liegnitz. Die Statistik der Reichsvereinigung verzeichnete im Juli 1942 ebenfalls 1100 Deportierte, hiervon jedoch leicht abweichend zur Theresienstädter Eingangsliste 44 Deportierte aus dem Regierungsbezirk Liegnitz. Die Eingangsliste aus Theresienstadt  ist nachstehend in einer Kopie des USHMM (RG-68.103, Reel 3) reproduziert. Das Original befindet sich in den Yad Vashem Archives, Bestand O.64/256.

Orte, aus denen deportiert wurde









Breslau

618


Grüssau

279


Riebnig

74

Burgweide

15


Liegnitz

43


Tormersdorf

71

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