Statistik und Deportation
der jüdischen Bevölkerung aus dem Deutschen Reich

Deportationen aus Pommern/Ostpreußen nach Theresienstadt 1943 - 1944

Tilsit - Königsberg - Allenstein (über Berlin), Deportierte: 46 (nur Pommern/Ostpreußen), Ankunft: 18.03.43 (I/90, 1342)

Allenstein (über Berlin), Deportierte: 6 (nur Ostpreußen), Ankunft: 19.04.43 (I/91, 100)

Stolp, Deportierte: 3, Ankunft: 17.06.43 (XIV/1 Ez, 3)

Königsberg (über Berlin), Deportierte: 2 (nur Ostpreußen), Ankunft: 30.06.43 (I/98, 100)

Königsberg, Deportierte: 2, Ankunft: 07.07.43 (XIV/1 Ez, 2)

Stettin, Deportierte: 1, Ankunft: 21.07.43 (XIV/1 Ez, 1)

Königsberg (über Berlin), Deportierte: 2 (nur Ostpreußen), Ankunft: 10.09.43 (I/101, 63)

Königsberg, Deportierte: 10, Ankunft: 19.01.44 (XIV/2, 10)

Stettin, Deportierte: 8 (nur Pommern), Ankunft: 27.01.44 (XIV/3, 9)

Stettin, Deportierte: 1, Ankunft: 10.02.44 (XIV/3 Ez, 1)

Stolp, Deportierte: 1, Ankunft: 29.03.44 (XIV/3 Ez, 1)

Köslin, Deportierte: 1, Ankunft: 26.04.44 (XIV/3 Ez, 1)

Königsberg, Deportierte: 11, Ankunft: 20.05.44 (XIV/4, 11)

Die Transportbezeichnung in Theresienstadt sowie die dort registrierte Anzahl Deportierter sind in Klammern angegeben.

In den Jahren 1943 und 1944 wurden 95 Menschen aus Nordostdeutschland nach Theresienstadt deportiert. Von ihnen kamen 66 aus Ostpreußen, 12 aus Westpreußen, 16 aus Pommern und 1 aus Posen im Wartheland. Mehr als die Hälfte wurde zuvor nach Berlin gebracht, um einem der von dort abgehenden "Alterstransporte" angeschlossen zu werden. Allein 46 Menschen befanden sich im 4. großen Alterstransport, der am 17.3.43 aus Berlin abgefahren ist. Der letzte Transport erreichte Theresienstadt mit 10 Personen aus Königsberg und 1 Person aus Nordenburg in Ostpreußen am 20.5.44. Die im übrigen Reichsgebiet erfolgten Verschleppungen der jüdischen Mischehepartner zu Beginn des Jahres 1945 waren dagegen aufgrund der Kriegsverhältnisse in Ostdeutschland nicht mehr möglich. In Theresienstadt wurde jedoch am 8.3.45 ein Transport aus dem Konzentrationslager Ravensbrück mit der Bezeichnung XIV/5 und damit analog der Bezifferung für Transporte aus Ostpreußen und Pommern registriert. Allerdings handelte es sich bei den mit diesem Transport angekommenen 5 Frauen um in Amsterdam, Antwerpern und Wien festgenommene Juden mit ekuadorianischer, rumänischer und türkischer Staatsbürgerschaft.


Nachfolgend abgebildet sind die Ausschnitte der Theresienstädter Eingangslisten für die Berliner Transporte I/90, I/91, I/98 und I/101 mit den Namen der Deportierten aus Pommern und Ostpreußen. Die Listen stammen aus den Yad Vashem Archives, Bestand O.64/221, 222, 224 und 225, und wurden im Rahmen des Projekts "Zugfahrten in den Untergang" online zugänglich gemacht. Die Listen der Transporte XIV/1-5 sind in einer Kopie des USHMM (RG-68.103, Reel 4 und 6) reproduziert. Die Originale befinden sich in den Yad Vashem Archives, Bestand O.64/267 und 357.

XIV/2

XIV/3

XIV/4

XIV/5

Orte, aus denen deportiert wurde (nur Pommern/Ostpreußen)









I/90 (an 18.3.43)



XIV/1 Ez (an 17.6.43)



XIV/3 (an 27.1.44)


Allenstein

7


Stolp

3


Bahn

1

Graudenz

1





Stettin

6

Königsberg

16


I/98 (an 30.6.43)



Stralsund

1

Leipe

4


Königsberg

2




Marienburg

4





XIV/3 Ez (an 10.2.44)


Rehof

2


XIV/1 Ez (an 7.7.43)



Gollnow

1

Rosenberg

1


Königsberg

2




Santoppen

1





XIV/3 Ez (an 29.3.44)


Sehag

1


XIV/1 Ez (an 21.7.43)



Groß Rakitt

1

Stettin

1


Stettin

1




Tilsit

8





XIV/3 Ez (an 26.4.44)





I/101 (an 10.9.43)



Köslin

1

I/91 (an 19.4.43)



Königsberg

2




Allenstein

6





XIV/4 (an 20.5.44)





XIV/2 (an 19.1.44)



Königsberg

10




Königsberg

10


Nordenburg

1

I/90

I/91

I/98

I/101

XIV/1 Ez

©TF 2016, mail(at)statistik-des-holocaust.de